Letztes Jahr
260 W
hart erarbeitet
Heute
203 W
vier Monate später
Ziel in 28 Tagen
233 W
TrainerRoad Prognose

Wie schnell es geht

Ich bin 47. Hinter mir liegen eine Knie-OP nach der Corona-Zeit, eine Schulter-OP, ein Nabelbruch — und zwischendrin immer wieder Unterbrechungen durch Familie und Beruf. Ich kenne Rückschläge. Aber dieser hier war anders, weil er nicht vom Körper kam, sondern vom Kopf.

Letztes Jahr hatte ich 260W FTP. Das ist kein Profi-Wert, aber für jemanden der abends nach der Arbeit in den Keller geht wenn die Kinder schlafen — ein ehrlicher Wert, strukturiert erarbeitet. Dann kam das Projekt.

Was vier Monate Stress mit dem Körper machen: Chronisch erhöhtes Cortisol baut Muskulatur ab, stört den Tiefschlaf, verschlechtert die Glukoseverwertung und bremst die Trainingsadaptation. Kein Einzelfaktor — ein System das kippt.

Das Projekt

Ein Riesenprojekt — beruflich. Die Art bei der man abends nicht abschalten kann, nachts schlechter schläft und morgens schon wieder mit dem Laptop anfängt. Vier Monate. Das Training blieb zuerst unregelmäßig, dann ganz aus.

Dazu schlechte Ernährung — nicht dramatisch, aber auch nicht mehr strukturiert. Mehr Kaffee als nötig, weniger Protein als sinnvoll, keine Routine. Der Körper hat das quittiert.

Letztes Jahr
260W FTP. Strukturiertes Training, gute Routine, Paincave läuft regelmäßig.
Vier Monate
Beruflicher Ausnahmezustand. Großes Projekt, wenig Schlaf, kaum Training, Ernährung hinten angestellt. Cortisol hoch, Energie niedrig.
Ergebnis
203W. 57 Watt weniger. Fast 22% Verlust in vier Monaten. Schneller als ich dachte.
Jetzt
Neustart. TrainerRoad KI-Erkennung. Entspannter Blick auf die Dinge. Weg zurück nach oben.

Warum Wiederaufbau schwerer ist als Aufbau

Wer noch nie bei 260W war, dem fehlt der Vergleich. Ich weiß wie es sich anfühlt — und 203W fühlen sich entsprechend schwer an. Nicht körperlich, sondern mental. Man kennt das Ziel, man weiß wie weit man davon entfernt ist.

Gleichzeitig: Muskelgedächtnis ist real. Der Körper war schon dort. Das macht den Weg zurück realistischer als den ersten Aufbau — wenn man es ruhig angeht und nicht versucht die vier Monate in vier Wochen aufzuholen.

Was ich diesmal anders mache: Keine Gewalt. Kein "ich muss das aufholen". TrainerRoad entscheidet was heute dran ist — ich fahre es. Und die Ernährung danach plane ich strukturiert, nicht aus dem Bauch.

Die KI-Erkennung

TrainerRoad hat eine KI-basierte Leistungserkennung die aus den letzten Einheiten den aktuellen FTP schätzt — ohne einen exhausting Maximaltest. Kein 20-Minuten-Vollgas, kein Ramp Test bis zum Umfallen. Der Algorithmus liest die Trainingsdaten und gibt einen Wert aus.

Morgen ist es soweit. Ich bin gespannt was die KI sagt — und ob 203W der Boden war oder ob da noch etwas wartet.

Update — KI-Erkennung Ergebnis
Die KI hat 216W erkannt — 13 Watt mehr als mein bisheriger Wert. Kein Test, kein Vollgas, einfach aus den letzten Einheiten abgeleitet. Der Algorithmus sieht also schon was ich noch nicht ganz gespürt habe: der Körper kommt zurück.

Und die Prognose für die nächsten 28 Tage: 233W. Das wären noch 27 Watt bis zu meinem alten Niveau. Realistisch? Ambitioniert. Aber das Muskelgedächtnis ist anscheinend noch da — ich muss ihm nur Zeit geben.

Mittlerweile sehe ich die Dinge entspannter

Das ist vielleicht das Wichtigste was ich in den letzten Monaten gelernt habe. Nicht die Wattzahlen — sondern dass Training keine Pflicht ist die man sich selbst auferlegt, sondern die einzige Zeit am Tag die komplett mir gehört. Keine Kinder, keine Arbeit, kein Telefon.

47 Jahre, Familie, Beruf, drei Ops im Rückspiegel. Wenn ich abends in den Keller gehe und 45 Minuten fahre während alle schlafen — das ist kein Versagen weil es keine drei Stunden sind. Das ist Konsequenz. Und das reicht.

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Ich werde berichten. Nächster Artikel: Was die KI erkannt hat — und wie die ersten Wochen strukturiertes Training nach der Pause sich wirklich anfühlen.